Am Samstag, 17. Oktober 2009 war es soweit. Es fand das erste Spiel der wieder eingeführten U12 Meisterschaft statt. In Basketballerkreisen spricht man von den Minis, welche sich um 16:00 in der Mollardgasse einfanden. Die Minis spielten in den letzten Jahren „nur“ Turniere und es wurde kein expliziter Meister ermittelt. Als der Autor dieser Zeilen noch aktiv Basketball spielte gab es die Mini-Meisterschaft noch.
Genannt haben für diese Meisterschaft fünf Mannschaften (U 19, WAT 22/2 D.C. Timberwolves, Austrian BasketFighters, Basket Clubs Vienna, BC Vienna 87). Es spielen alle Mannschaften eine Hin- und Rückrunde gegeneinander.
Das Eröffnungspiel der Mini-Meisterschaft zwischen WAT 22/D.C. Timberwolves und U 19 war für alle Beteiligten ein Spiel der Premieren. Die Spieler trafen erstmals im Rahmen eines Meisterschaftsspiels aufeinander und das in der „großen“ Mollardgasse. Die Spielereltern konnten live am Spielfeldrand miterleben, wie ihre Söhne engagiert zur Sache gingen und mitfiebern (was die meisten auch lautstark taten). Die Coaches waren nervös, wie sich denn die Spieler bei so einem Match taten, ließen sich aber nichts anmerken. Die Schiedsrichter dieser Begegnung waren irritiert, da ihre letzten geleiteten Mini-Matches schon mehrere Jahre zurücklagen. Gerüchteweise war das letzte Mini-Spiel des älteren anwesenden Schiedsrichters, jenes in dem der jüngere Schiedsrichter noch gespielt hatte.
Nachdem zwischen den Coaches und Schiedsrichtern noch ein letzter Check der anzuwendenen Regeln erfolgte ging das Spiel los (es sind übrigens die offiziellen FIBA Regeln mit einer Spielzeit von 4x8 Minuten und nicht die Mini-Regeln).
Die Spieler zeigten einen unglaublichen Einsatz und die mitfiebernden Eltern, Großeltern und Geschwister brachten eine tolle Atmosphäre in die Halle. WAT 22 lag zu Beginn in Führung und U 19 spielte noch ein wenig abwartet. Bald übernahm U 19 die Initiative und erspielte sich die Führung. Während die Schiedsrichter (im Vergleich zum vorangegangenen mU16 Spiel) immer mehr ins Schwitzen kamen, kam es zu vielen sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Mit vollem Einsatz wurde gespielt und versucht den Ball im Korb unterzubringen. Das gelang an diesem Tag U 19 ein wenig besser und diese erzielten 48 Punkte. WAT 22/D.C. Timberwolves scorte ein paar Punkte weniger (32), war aber in keiner Phase bereit aufzustecken. Mit vollem Einsatz und unter Anleitung von Coach Andreas Schnedl kämpfte man bis zum Schluss. Die Zuschauer dankten ihnen diesen Einsatz genauso, wie sie es für die Siegermannschaft taten.
Die Einführung der Mini-Meisterschaft ist vermutlich ein richtiger Schritt um die jüngsten Spieler an den Meisterschaftsbetrieb zu gewöhnen. Der Sprung bei der U 14 war manchmal schon zu groß. Die Mischung aus Freude und Meisterschaftsalltag ist hier noch zu Gunsten der Freude gegeben. Allzu oft verlagert sich das Verhältnis in den späteren Nachwuchsjahren zum Meisterschaftsalltag. Der Autor dieser Zeilen durfte das Spiel als Schiedsrichter erleben und steht jedenfalls gerne wieder für ein Spiel in der Mini-Meisterschaft zur Verfügung. So einen großen Spaß an einem geleiteten Spiel hatte er schon lange nicht und eine ähnliche freudige Herausforderung gibt es nicht in jedem Spiel.
|