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Das erste Semifinalspiel der ETI Herren Landesliga im Wiener Basketballverband fand bereits eine Woche früher als ursprünglich geplant statt. Die Tabellenführer nach dem Grunddurchgang, Austrian Basket Fighters, trafen auf BC Vienna 87/1. In einer sehr spärlich besuchten Halle kam es zu einem Spiel, das von vielen Einzelleistungen geprägt war. Am Schluss setzten sich die Favoriten durch. Einfach hatten sie es aber nicht.
Die Ausgangsituation vor dem Spiel wies den Austrian Basket Fighters eindeutig die Favoritenrolle zu. BC Vienna 87/1 überließ den Fighters aber nicht kampflos den Einzug in das Finale und ging nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in Führung. Die Basket Fighters zogen ein sehr physisches Spiel vor allem durch Florian Trmal auf. Vienna 87 hielt dagegen und kurz vor Ende des 1. Viertels stand es dann 16:23 aus Sicht der Basket Fighters. Dieser Vorsprung von BC Vienna 87/1 wuchs noch an und das erste Viertel endete mit 19:28.
Das zweite Viertel verlief ähnlich. Vienna 87/1 hielt den Vorsprung über lange Strecken, mußte aber auch relativ früh mit den Foulproblemen umgehen. Vorteilhaft wirkte sich aber aus, dass der Ruhepol der Austrian Basket Fighters, Lukas Laska, sein Visier noch nicht so scharf eingestellt hatte und zu diesem Zeitpunkt eher unterdurchschnittlich traf. Das Spiel war bis dahin auf beiden Seiten von vielen Einzelaktionen und einer durchlässigen Verteidigung auf beiden Seiten geprägt. Das Score zur Halbzeit ließ schon auf ein High-Score-Game hindeuten: 51:52 aus Sicht der Basket Fighters. Die Basket Fighters hatten sich in den letzten Minuten von einem 10-Punkte Rückstand wieder herangekämpft.
Das dritte Viertel begannen die Basket Fighters mit leichten Vorteilen. Ein Vorsprung wurde erstmals herausgespielt, während Vienna 87 einen leichten Durchhänger hatte. Lukas Laska traf nun sicherer und Florian Trmal entnervte mit seiner physischen Spielweise die Gegner und so kam es einer unglücklichen Szene, in der Canice Nwaiwu zur tragischen Figur wurde. Bei einem Drive zum Korb durch Florian Trmal begang er ein Foul, bekam aber gleichzeitig einen Schlag gegen sein Kiefer ab. Über diese Entscheidung war er sehr aufgebracht und reklamierte heftig. Florian Trmal meinte zu ihm nur: "Du mußt Dich halt schützen", was Canice Nwaiwu zu einem Rempler gegen Florian Trmal veranlasste. Die Schiedsrichter regierten auf diese Situation und schlossen Nwaiwu aus. Wer nun dachte, dass Vienna 87 chancenlos wäre, hatte aber nicht mit dem Routinier Kalaydjiev gerechnet. Er übernahm die Verantwortung sowohl in der Offense als auch in der Defense und hielt Vienna 87 im Spiel. Am Ende des dritten Viertels stand es, nach einem Schlagabtausch von der Dreier-Linie auf Seiten der Basket Fighters durch Laska und auf Seiten Vienna 87 durch Kalaydjiev, 72:72.
Die kürzer werdende Bank bei BC Vienna 87/1 und der Kräfteaufwand zeigte im 4. Viertel dann, dass die Austrian Basket Fighters wohl in das Finale der ETI Herren Landesliga einziehen würden. Vienna 87 versuchte dagegen zu halten, letztlich fehlte es aber an Kraft und vielleicht auch ein wenig am Glück. Der Sieg der Austrian Basket Fighters wurde letztlich mit 105:93 noch relativ deutlich, aber Vienna 87 hatte gezeigt, dass die Fighters keine Sonderstellung in der ETI Herren Landesliga haben.
Im Finale treffen nun die Austrian Basket Fighters auf den Sieger zwischen WAT 22/3 D.C. Timberwolves und Basket Clubs Juniors/3. Der Meistertitel ist in Griffweite, aber eine entscheidende Hürde ist noch zu nehmen. Vorausgesetzt es kommt nicht wieder zu Spielverschiebungen findet das Finale am 4.6.2011 in der Stadthalle statt.
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