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60 Minuten Bulls vs. Wels: 264 Punkte und ein Spiel für die Ewigkeit |
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| Basketball in Österreich - News aus der ABL | |||
| Geschrieben von: Chris Metzker (sportZ) | |||
| Dienstag, den 21. Februar 2012 um 23:24 Uhr | |||
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Das Spiel startete relativ schnell, von Anfang an gab es einige sehenswerte Highlights auf beiden Seiten. Nach dem ersten Viertel führten die Bulls (27:21), zur Halbzeit war Wels vorne (44:47), in Hälfte 2 hatten die Bulls wieder gewisse Vorteile. Sie waren es auch, die die bis 2 Minuten vor Schluss noch mit 5 Punkten vorne lagen, aber Wels wehrte sich bis zum Ende. Beim Stand von 84:83 hatte Teamkapitän Davor Lamesic sogar die Chance, Wels mit Hilfe von 2 Freiwürfen den Sieg zu bringen, jedoch trifft er nur einen, den Bulls bleibt keine Zeit für einen vernünftigen Wurf. Also ging es mit 84:84 in die erste Verlängerung, wo sich die Bulls gegen Ende hin wieder leicht mit 94:89 absetzen konnten. Aber diesmal bewies Lamesic seine Treffsicherheit gleich 2 Mal, einmal beim Anschlusstreffer zum 94:92 (1:25min vor Ende), ein weiteres Mal beim Ausgleich zum 96:96 (27sek vor Ende). Also weitere 5 Minuten. In der zweiten Verlängerung sah es kurzzeitig nach einem Sieg für Wels aus, mit rund 35 Sekunden auf der Uhr führten die Messestädter 102:99, aber Schreiner gelang 27 Sekunden vor Ende der Ausgleich. Pryor zeigte sich davon unbeeindruckt, erhöhte 8 Sekunden vor Ende erneut auf 105:102. Und was machten die Bulls? Sie gaben Fears den Ball und er versenkte einen seiner insgesamt 7 3er zum neuerlichen Ausgleich. Die dritte Verlängerung stand den Fans bevor. Unglaublich aber wahr, auch sie bescherte den Fans in der Halle und vor dem Fernseher noch keinen Gewinner, erst nach der 4. Verlängerung (!!) konnten sich die Kapfenberg Bulls über ihren 137:127 freuen. Coach Perica und Michael Schrittwieser fielen sich in die Arme, der Routinier D.T. Mayes war konnte die Tränen der Freude bzw. Erleichterung verbergen. Was nach 60 Minuten Basketball-Thriller bleibt sind 264 Punkte, Topscorer war Jeremy Fears (43 Punkte). Larry Gordon sicherte die meisten Rebounds (22 und 18 Punkte). Bei Wels scorten 4 Spieler über 20 Punkte, 3 davon erzielten gar ein Double-Double (Pryor 27, Lamesic 26/14 Rebounds, Brown 27/10, Kohlmaier 29/13). Zwar sicherten sich die Bulls 2 Meisterschaftspunkte und liegen derzeit auf dem 2. Tabellenrang, aber auch in Wels sieht man sich nicht als Verlierer. Verein, Spieler und Fans sind stolz darauf, eines der besten, spannendsten und wohl längsten ABL Spiele bestritten zu haben. Einen Platz in den Geschichtsbüchern des österreichischen Basketballs ist den beiden Mannschaften jedenfalls garantiert. Bei einem derartigen Basketball-Knüller rücken die restlichen Partien natürlich ein wenig in der Hintergrund, aber an dieser Stelle die restlichen Ergebnisse in aller Kürze: Oberwart Gunners vs. Gmunden Swans: 70:65 – Oberwart gewinnt diese Saison erstmals gegen die Swans, Jason Johnson feiert nach Verletzungspause sein Comeback. UBC St. Pölten vs. Fürstenfeld Panthers: 75:91 – Fürstenfeld hat diesmal weniger Probleme mit Roy Booker, gewinnen verdient. Güssing Knights vs. Klosterneuburg Dukes: 79:71 – Die Knights bleiben der Angstgegner der Dukes und gewinnen auch das dritte Aufeinandertreffen. Die Dukes verpassen die Chance, ihren 1. Platz zu festigen. BC Vienna vs. Traiskirchen Lions: 99:78 – Beinahe knacken die Wiener den 100er, jedoch war es zu Beginn des 4. Viertels noch eine offene Partie. Den Lions gelingt nach langem Rückstand der Ausgleich, doch dann ziehen die Wiener davon. Stazic dabei stark mit 38 Punkten, 9 Rebounds und 7 Assists.
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